Die Arbeitsgruppe „Lenkung und Regelung des Straßenverkehrs“ behandelte unter Schweizer Vorsitz den Auftrag zur Sicherstellung der Leistungsfähigkeit und der Sicherheit der Straßeninfrastrukturen in zwei Untergruppen:
1. Verkehrsmanagementsysteme
Unter französischem Vorsitz wurden zwischen 2005 und 2006 folgende Themen bearbeitet:
Aufbauend auf den Ergebnissen der Arbeit
Unter österreichischer Präsidentschaft wurde, in Entsprechung des Ministerauftrags von Lyon 2006, eine Studie EU-weit ausgeschrieben. Die Studie sowie das vertiefende „Presidential Paper“ hatten das Ziel, fünf Verkehrsmanagementsysteme (im Sinne von nachhaltigen, umweltfreundlichen und auf die Straßenverkehrssicherheit bedacht nehmende System) auf einer wissenschaftlichen Ebene vertieft zu analysieren und in Hinblick auf die VerkehrsministerInnenkonferenz im Rahmen des Züricher Prozesses, die unter österreichischem Vorsitz in Wien stattfand, eine weiterführende Entscheidungsgrundlage in Richtung eines Verkehrsmanagementsystems für die Alpenländer Deutschland, Frankreich, Italien, Schweiz, Slowenien und Österreich zu erstellen. Die Erkenntnisse der gegenständlichen Untersuchung laufen im wesentlichen darauf hinaus, dass die drei Verkehrsmanagementkonzepte „Alpentransitbörse“, „Handel mit Emissionsrechten“ sowie Mautmodulierungssysteme in Hinblick auf eine mögliche Implementierung sowie unter Einschluss der Ausarbeitung von beispielsweise rechtlichen Fragen wie einer möglichen EU-Kompatibilität nun in Folge vertieft untersucht werden.
Aktuelle Entwicklungen:
Auf Grundlage dieses Mandates der Ministerkonferenz von Wien wurde die Arbeitsgruppe Schwerverkehrsmanagementinstrumente (Advisory Board) vom Leitorgan beauftragt, eine Studie betreffend die Angleichung der Schwerverkehrsmanagementsysteme ATB (Alpentransitbörse), AETS (Emissionshandelssystem) und TOLL+ auf einer vergleichbaren wissenschaftlichen, technischen und operativen Ebene (so genannte "ALBATRAS"-Studie) durchzuführen.
> Download: Endbericht der ALBATRAS Studie
2. Einhaltung der Vorschriften
Ebenfalls zwischen 2005 und 2006 erfolgte unter Schweizer Vorsitz eine Zusammenstellung und Analyse der geltenden Vorschriften für den Straßengüterverkehr sowie die Kontroll- bzw. Sanktionspraxis. Die Experten kamen zum Schluss, dass vom Gesichtspunkt der Verkehrssicherheit ausreichende Vorschriften und Richtlinien vorliegen, durch verbesserte Kontrollen soll der Grad deren Einhaltung erhöht werden .
In diesem Zusammenhang werden gemeinsame Aktionen der Alpenstaaten empfohlen,
etwa konzertierte Informationskampagnen in Zusammenarbeit mit Infrastruktur- und Tunnelbetreiber, Koordinierung von Kontrollmethoden und Einführung konzertierter Kontrollkampagnen (insbesondere hinsichtlich Gefahrgut), Anwendung einheitlicher Sicherheitsabstands in Tunnel und die Harmonisierung von Sanktionen.
>> Schlussbericht: suivi de Zurich.pdf